Kirschenklopper

Tischtennis im TH Eilbeck, Hamburg

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Am vergangenen Freitag empfing die Dritte den SC Vier- und Marschlande. Moritz war verhindert, sodass wir (wieder mal) von Edeljoker Lars unterstützt wurden. Wir gingen mit

an die Tische. Nach den jüngsten Erfolgen von Marco/Jörg wurde in den letzten Wochen immer wieder davon gesprochen, die beiden in das Doppel 1 zu stellen. Ich hatte das immer als nicht ernst gemeinte Lobeshymnen wahrgenommen aber Rouven stellte klar: „Marco und Jörg Doppel 1“. Und wenn der Kapitän das sagt, dann wird das auch gemacht! Ein bisschen wie ein stolzer Papa sagte Rouven mir „die beiden machen das. Wir gehen 3:0 aus den Doppeln“. Idee schon mal gut, musste aber auch umgesetzt werden.

D1 Marco/Jörg gg. Graf/Guenon

Die ersten beiden Sätze gingen durch wie Butter: -5 und +2. Dann wurde es taktischer und immer spannender. Am Ende ein knappes -9 und -11. Für das erste Mal D1 ganz ordentlich!

D2 Rouven/Seb gg. Zufall/Sobisch

Von Anfang an ein knappes Dingen. Nach einer 2:1 Führung ließen die beiden sich das Doppel noch im Fünften -4 klauen. Am Ende waren die Gegner schlagfertiger und vor allem siegeshungriger.

Apropos Hunger: Das Buffet bei unseren Heimspielen ist weiterhin sagenhaft. Baguette, Pizza, Knabbereien.. einfach alles dabei!

Zwischenstand 0:2. Das mit dem „3:0 nach Doppeln“ nun schwierig, manche würden behaupten unmöglich.

D3 Lars/Marcel gg. Buchholz/Fölsch

Der erste Satz zum eingewöhnen -8, dann mit kontrollierter Offensive und fabelhaften Rückschlägen von Lars drei Sätze in Folge zum 3:1.

Rouven gg. Zufall

Rouven schraubt sich da oben im Moment einen Gegner nach dem anderen zurecht. Völlig routiniert spielt er seinen Streifen durch und schickt Zufall mit +6,+9 und +3 aus der Box.

Seb gg. Graf

Seb ist im Moment in absoluter Topform. Den Ersten klar +4 um den nächsten unglücklich -8 zu verlieren. Aber einen Seb juckt das nicht. Er steckt das weg, zwingt Graf sein Spiel (und seine Aufschläge) auf und gewinnt 3:1. Wieder mal bärenstark.

Lars gg Fölsch

Lars ist und bleibt der Mann für alles. In der Hinrunde spielte er noch mehrfach bei uns oben, in der Parallelstaffel spielt er mit THE 2 etatmäßig unten und heute in der Mitte. Ist ihm völlig egal: er bringt ein völlig ungefährdetes 3:0 nach Hause.

Marcel gg. Buchholz

Marcel erholt sich immer mehr von seinem Tief im letzten Jahr und ging mit Selbstvertrauen in die Box. Den ersten Satz dann -10 abzugeben nennen wir mal „Taktik“. Mehr als gewollt findet er sich in der Ballonabwehr wieder, kann seinem Gegner so aber viele Punkte abnehmen. Am Ende ein erkämpftes 3:1.

Marco gg. Guenon

Bei einem TTR-Unterschied von 162 Punkten möchte man meinen, dass das eine klare Nummer für Marco ist, zumal er jetzt mit den Belägen aus Fernost richtig schnieke Dinge veranstaltet. Ging auch bärenstark mit +4 los! Aber Guenon wehrte sich und erzwang im Zweiten die Verlängerung. Marco blieb aber cool, tütete den Satz +10 ein und gewann auch den nächsten zum glatten 3:0.

Jörg gg. Sobisch

Jörg konnte nun live erleben wie es ist, gegen sich selbst zu spielen. So schnell wie möglich in die Halbdistanz und dann Rückhandpeitsche. Das fand Sobisch hervorragend und so klatschten sich die beiden die Bälle um die Ohren. Nach 1:2 Rückstand fand Jörg auf mal seine Sicherheit wieder und wurde einen ticken variabler. Er drehte das Spiel und gewann +8 im Fünften.

Wenn das schon mit dem 3:0 aus Doppel nicht geklappt hat, dann sollte es aber mit den Einzeln laufen. Bisher auf allen Positionen solide Vorstellungen und ein 7:2 nach dem ersten Durchgang.

Die richtigen Kracher sollten noch folgen.

Rouven gg. Graf

Im ersten Satz wollte Rouven noch jeden Ball mit der Rückhand früher nehmen als Dima Ovtcharov. Blöd, wenn man allerdings nicht ganz auf dem Niveau einer ehem. Nr. 1 der Welt ist. Der erste Satz ging weg und es erforderte Motivationsworte von Seb in der Satzpause. Rouven ist aber nun mal eine Kampfsau und das ausgeglichene Spiel ging in den Fünften. Fünfte Sätze kann Rouven: +8 und 3:2.

Seb vs Zufall

Seb fing bärenstark an und gewann +6. Im Zweiten dann ein wildes Hin und Her. Seb powerte seine Vorhand durch, Zufall konterte brachial überm Tisch. Und anders herum das gleiche Spiel. Zufall eröffnete riesige Winkel und Seb erlief praktisch jeden Ball. Das ging so immer weiter. Und weiter. Und weiter. Und weiter. Und weiter. Und weiter… irgendwann meldete sich Jörg am Zähltisch: „ich habe keine Zahlen mehr“. Es stand 21:21. In Worten ist das einundzwanzig zu einundzwanzig. Bis dahin waren auch alle Zuschauer mit den Nerven am Ende. Seb wollte Jörg erlösen und gab den Satz -21 ab. Das sind 44 Bälle in einem Satz. Zur Erinnerung: Rouven und Zufall tauschten mit 51 Bällen nur kaum mehr im gesamten Match aus.

Gefühlt war jetzt das ganze Spiel verloren, aber es Stand nun mal erst 1:1. Das Niveau blieb weiter extrem hoch aber gleichzeitig auch super fair. Längere Pausen zwischen den teilweise unmenschlich intensiven Ballwechseln wurden von beiden Seiten ohne Diskussion akzeptiert. Wie es das Match verdient hat, fanden sich die beiden im Fünften wieder. In der Satzpause wusste ich nicht so ganz, ob ich Seb coachen oder ihm einfach nur einen Stuhl anbieten sollte, damit er sich hinsetzen konnte. Seb hüpfte voll mit Adrenalin wieder in Box, setzte sich direkt ab und führte 6:2. Zufall zündete zwar noch mal den Turbo, das +8 für Seb konnte er aber auch nicht mehr verhindern. In meinen Augen bis jetzt das spektakulärste Spiel der Saison. Seb läuft in der ersten Serie im oberen Paarkreuz richtig heiß.

Der Sieg bedeutete das 9:2 (nach 0:2) für uns. Auch wenn ein Aufstieg nicht mehr erreichbar ist, ist die Mannschafft immer noch heiß und eine eingeschworene Truppe.

Einige Randnotizen: