Kirschenklopper

Tischtennis im TH Eilbeck, Hamburg

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Eine Mannschaft, ein Zusammenhalt, ein Gefüge, welches seines Gleichen sucht. Eine Truppe voller Energie, voller Tatendrang und einer “Wir haben Bock” Einstellung. Ob es nun um Training geht oder um ein gemütliches Beisammensein. Die dritte Herren hat die Saison in vollen Zügen genossen. Es kommt eben nicht nur auf die reine Spielklasse an, wenn es um die Mannschaftszusammenstellung geht. Vielmehr geht es um ein gutes Gleichgewicht zwischen verschiedenen Charakteren, welche alle ihren Charme haben und ihren Teil zu einer tollen Truppe beisteuern.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Zusammenstellung nahe an der Perfektion dran war. Ich möchte hier um Gottes Willen keine Liebeserklärung abgeben, aber wenn eine Saison einfach Spaß macht und man nicht wegen Tischtennis in die Halle kommt, sondern wegen den Mitspielern, dann haben wir als Mannschaft einfach verdammt viel richtig gemacht.

Spielerfrauen, Freunde oder Verwandte. Unsere Zuschauertribüne war immer gut bis sehr gut gefüllt. Selbst weite Auswärtsfahrten haben unsere Fans nicht abgeschreckt bis teilweise nach Mitternacht an der Seitenlinie mitzufiebern und uns die Daumen zu drücken. Auch unsere Kontrahenten waren sichtlich beeindruckt, wie wir fighten, kratzen und beißen. Dass wir teilweise mehr Zuschauer hatten als unsere 1.Herren verwundert somit nicht.

Ihr merkt schon, dass es menschlich geflutscht hat. Sportlich hingegen wurden uns die Leviten gelesen. Auch wenn es hart klingt, so konnten wir unser Ziel, dass wir oben zumindest mitspielen, eigentlich nur im ersten Saisonspiel unter Beweis stellen. Ansonsten ist der 4. Platz genau die Position auf welcher wir am Ende zurecht stehen.

Auch wenn der 4.Platz für uns enttäuschend war, war es dennoch eine Überraschung. So war vor der Saison nicht jedem klar, warum z.B. ein Jörg oder ein Moritz plötzlich nach “oben” beordert worden sind. Aber gerade die beiden “neuen” in der 1.LL haben sich prächtig entwickelt und sind über die Saison hinweg zu absoluten 1.LL Stammkräften geworden. Chapeau!

Kommen wir zu den Saison Highlights:

Gleich am ersten Spieltag haben wir mit einem “geilen” 9:5 Sieg gegen Mitfavoriten Oberalster die erste (und einzige) Duftmarke setzen können und gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Hatten wir zumindest gehofft…klare Klatschen gegen Glinde und Poppenbüttel ließen dann aber wieder die Träume zerplatzen. Für oben reichts dann doch nicht. Das 9:7 im Hinspiel gegen TTG Nord und im Rückspiel bei TTG 207 sind aber dennoch eine Erwähnung wert. 9:7 sind einfach immer die schönsten Siege!

Nichts als Lobhudelei! Gibt es denn nichts Negatives? Ehrlich gesagt, fallen mir da sofort die Doppel ein, die eigentlich besser hätte laufen müssen, wenn man sich die Einzelstärke anschaut. Hier muss taktisch einfach nachgebessert werden. 

Einzel Highlights

Unser 6er – Jörg:

Unser 6er aka Jörgi aka Rübe aka Die Dampframme war DIE Konstante bei uns in der Truppe. Auf unsere Rübe ist einfach Verlass. Die Statistik mit 16:6 im Einzel und 9:7 im Doppel spricht für sich. Tolle Entwicklung von Jörg an der Platte, wenn man bedenkt, dass er letzte Saison “nur” in der Bezirksliga eingesetzt wurde. Da verwundert es auch überhaupt nicht, dass Jörg nun endgültig in der 1.LL angekommen ist und mit seinem jüngst erreichten TTR Highscore den Bezirksliga Einsetzen “Lebe Wohl” sagen muss. Einfach stark!

Signature Move: Rückhand Klatsche (100 mal ohne Fehler)

Match Highlight: Ein 3:1 gegen Bernd Anderson und ein knappes 3:2 gegen Piotr Sobisch fallen mir da ein.

Unser 5er – Moritz:

Unser 5er aka “Der Blinde” aka Bester Gastgeber hat sich stetig weiter entwickelt und zum Saisonende auch seinen TTR Highscore zu knacken. Mit 11:7 im Einzel (davon 7:1 in der Mitte) hat Moritz seine Fühler klar ins mittlere PK der 1.LL gestreckt. Bei Moritz wird geackert bis der Arzt kommt. Tolle, lange Ballwechsel haben unser Publikum so manches mal verzückt. Starke Saison von unserem 5er.

Signature Move: Vorhand Winner nach langen Rallies 

Highlight: Moritz macht es gerne mal spannend, aber für mich war der Einzelerfolg mit 3:2 gegen Majid Khazaeli einfach mega stark!

Unser 4er – Marco:

Unser 4er durchlebte in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle. Erst lief es recht rund, dann kam Marco ein wenig ins holpern, um dann wieder durchzustarten. Am Ende steht ein solides 13:10 im Einzel auf dem Papier. Was Marco so manches mal an der Platte zaubert, ist schlichtweg einfach nur sagenhaft. Technisch einer unserer besten im Verein! Dazu kommt noch ein Traum Doppel 3 mit Jörg.

Signature Move: Behind the back shot

Highlight: Das geniale 3:1 gegen Martin Alkass war schlichtweg überragend. 

Unser 3er – Marcel:

Unser “Coach” hatte diese Saison leider viel Pech und wurde durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Dass die Leistung an der Platte mit den ganzen Rückschlägen entsprechend war, verwundert daher nicht. Dennoch war es immer beeindruckend wie “feste” ein Spieler den Ball auf die Platte zimmern kann. Da kann sich selbst ein Dennis Wieben noch etwas abgucken. 

Signature Move: Vorhand Klatsche

Highlight: Ein souveränes und klares 3:0 gegen Erik Mittag. Mit gerade einmal 11 Punkten in 3 Sätzen war Erik sogar noch gut bedient. Starker Auftritt.

Unser 2er – Sebastian:

Wendy, Seb, Basti, “Langfinger”…es gibt viele Namen, die wir in die Box gerufen haben, wenn unser 2er sich mal wieder im 5. Satz wiedergefunden hat. Unser “Entertainer” wusste einfach wie man das Publikum mitreißt. Mit 10:3 in der Mitte hat sich Seb klar für das obere PK nach der Halbserie empfohlen und hat mit einer 7:8 Bilanz im oberen PK auch gleich mal überzeugt.

Signature Move: Vorhand, ganzer Tisch

Highlight: Da gibt es viele enge Spiele, aber bei TTG Nord gegen “Dreschi” Dreischmeier mit 3:2 hat Seb mit abgewehrten Matchbällen gezeigt, was er spielerisch und mental alles drauf hat. 

Unser 1er – Rouven:

Ich aka “die Dampfwalze” konnte mit 20:13 als 7. bester Spieler der Liga eine anständige Saison vorweisen. Den positiven Druck als 1er und Capitano habe ich immer sehr genossen. Auch wenn ich ein wenig “Dampfwalzen-Feeling” verloren habe, so habe ich an Nervenstärke im 5. Satz gewonnen. 

Signature Move: Rückhand Rakete

Highlight: An das knappe 3:2 gegen Alexander Kellert und das nicht weniger knappe und lange Spiel mit 3:2 gegen Heinz-Peter Louis werde ich mich wohl noch länger erinnern.

Aber nicht nur spielerische Highlights gibt es zu verkünden. 

Neben der Platte

Unser erstes Zuhause ist sicherlich die Ritterstraße, aber danach folgt sofort die Bude von Moritz, in welcher wir uns nicht nur einmal getroffen haben. Moritz war immer sehr kreativ, wenn es darum ging die Mannschaft zusammen zu trommeln. Einweihung der Wohnung, Einweihung vom neuen Grill, Feuerzangenbowle zu Weihnachten, Geburtstag oder Endstation Abschlussfeier führten uns immer wieder zum vermutlich vorbildlichsten Gastgeber, den es gibt.

Danke Moritz, dass wir uns bei dir immer wie zu Hause fühlen durften und dies auch taten ;).

Was darf am Ende der Saison nicht fehlen? Na klar…

Die Saisonabschlussfeier!

Was soll ich sagen? Es war ein perfekter Tag, welchen wir vor ein paar Wochen bei herrlichem Sonnenschein auf der Alster im Kanu schippernd erleben durften. Hier passte von Anfang bis Ende einfach alles. Auch, dass Neuzugang Lenni kurzerhand noch eingepackt wurde, passte ins Bild. Bei einem der schönsten Tage des Jahres zogen wir mit 7 Mann in zwei Kanus unsere Bahnen auf und neben der Alster. Lediglich die Trinkeslust wurde unterschätzt, sodass wir ein paar Boxenstopps einlegen mussten und an Land nach Getränken suchen mussten. 

Der Kapitän ist tot, es lebe der Kapitän!

Nach ein paar Stunden auf der Alster rudernd, zwang uns die Mittagshitze in die erfrischende Alster abzutauchen. Doch nun war es Zeit Abschied zu nehmen. Schweren Herzens habe ich die Zeremonie der Kapitänsübergabe eingeleitet. Schließlich braucht die 3.H einen neuen Kapitän und einen neuen 1er für die neue Saison. Wer soll es machen?

Um dieser Aufgabe würdig zu sein, musste eine Mutprobe bestanden werden. Geschenkt wird einem in der 3. Herren nämlich nichts. Seb, wagemutig wie er nunmal ist, wollte sich dieser Herausforderung stellen. Sichtlich nervös nahm Seb seinen Mut zusammen und schwamm tollkühn unter den Kanus entlang, um am anderen Ende wieder aufzutauchen und hier die Kapitänsbinde symbolisch in Empfang nehmen zu dürfen. Meine Tränen konnten zum Glück gut kaschiert werden, da wir alle im Wasser waren. Es war also vollbracht. Es lebe der Kapitän, es lebe Seb!

Am Ende fast ausgehungert ging es dann zum Gastgeber des Jahres, der unseren Hunger am Grill stillen konnte. Sichtlich erschöpft vom Rudern, Schwimmen und einer letzten Partie Mini Tisch (Rübe, bitte üben!), ging dann dieser grandiose Tag zu Ende.

An dieser Stelle sei nochmal gesagt: “Jungs! Danke für eine tolle Saison!“

Ausblick 2023/24:

Ein kleiner Ausblick für die neue Saison sollte hier nicht fehlen. Mit Malte kommt natürlich ein großes Talent dazu, welcher bereits in zwei Einsätzen in der abgelaufenen Saison gezeigt hat, dass mit ihm zu rechnen ist. Hinzu kommt noch Lenni. Was Lenni drauf hat, weiß jeder im Verein. Die Entwicklung im letzten Jahr war schon beeindruckend und wir sind alle sicher, dass Lenni bald wieder zu alter Stärke finden wird. 

Wenn man sich die Liga anschaut, wird es sicherlich schwerer als in der letzten. Seb und Marco werden im oberen PK ordentlich zu tun haben. Moritz und Malte können in der Mitte zeigen aus was für einem Holz sie geschnitzt sind. Jörg, Marci und Lenni werden den Kasten unten weitestgehend sauber halten. 

Saisonziel: Klassenerhalt

Jungs, es hat mir nicht nur Spaß gemacht, es war mir in jederlei Hinsicht eine Freude, ein Vergnügen und eine Ehre mit euch die Saison bestreiten zu dürfen. 

Bleibt so wie ihr seid und trainiert weiter so! 

Euer (alter) Kapitän

Rouven

PS: “Wer nicht lecken will, der wird geleckt” ist natürlich ein Insider der 3.H. Was es damit auf sich hat? Kommt vorbei, feuert uns an und findet es heraus!