Kirschenklopper

Tischtennis im TH Eilbeck, Hamburg

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Am Freitag starteten wir mit leicht veränderter Besetzung in die neue Saison. Rouven wurde für die erste Mannschaft berufen, dafür kommen Malte und Lenni neu dazu. Auch in der Reihenfolge hat sich im Gegensatz zur letzten Serie etwas geändert: Durch den Abgang Rouvens rückt Marco nach oben und Malte macht im ersten Jahr Landesliga die Mitte unsicher. Moritz läuft nach starker letzter Saison in der Mitte auf und Jörg kann nochmal seine bestechende Konstanz unten zeigen. Marcel muss sein Verletzungspech aus der letzten Serie aufarbeiten und greift unten zusammen mit Lenni voll an. Wir wissen nicht, wo wir nach dem Abgang unserer klaren Nr. 1 und den daraus resultierenden zwei neuen Doppelpaarungen stehen – Neuenfelde als Absteiger aus der Hamburg Liga und mit durchschnittschlich 100 QTTR mehr kam da als Gradmesser gar nicht so ungelegen.


In folgender Aufstellung präsentierten wir uns noch bei leichtem Sonnenschein zum Einspielen:

  1. Seb (D2)
  2. Marco (D1)
  3. Malte (D3)
  4. Moritz (D3)
  5. Jörg (D1)
  6. Marcel (D2)

Seb und Marcel waren gegen das Spitzendoppel ohne wirkliche Chance und verloren mit 0:3. Die Entwicklung aus dem Training konnten wir nicht ganz an den Tisch bringen und wenn die Gegner dann noch im Aufschlag/Rückschlag deutlich besser sind, wirds schwer.

Marco und Jörg konnten drei Sätze sehr gut mithalten und gingen 2:1 in Führung. Auf die dann völlig andere Taktik der Gegner konnten sie sich nicht einstellen und verloren die nächsten Sätze 4:11 und 3:11.

Malte und Moritz standen das erste Mal überhaupt zusammen am Tisch. Dass Sie in jedem Satz nur knapp verloren, lässt auf mehr hoffen. Am Ende ein etwas zu deutliches 0:3.

Also 0:3 nach Doppeln – so geht so gut möchte man meinen.


Marco und Seb schwungen sich stilvoll in die Box und verloren beide den ersten Satz. Naja, man kann ja auch erstmal anfüttern um dann zuzuschlagen. Marco berappelte sich, produzierte überragende Bälle überm Tisch und ging 2:1 in Führung. Seb gewann erst und verlor dann jeweils in der Verlängerung zum 1:2. Wie schon im Doppel musste Marco eine Leistungssteigerung auf der anderen Seite hinnehmen und verlor noch 2:3. Seb konnte sich nicht mehr rankämpfen und verlor 1:3.

Mit 0:5 hatten wir uns eine ganz schöne Hypothek aufgebaut. Aber auch Banken kommen aus einer tiefen Krise stärker wieder hervor.

Als Rettungsanker wollten Moritz und Malte agieren. Moritz machte es im Ersten noch spannend mit +13, zeigte dann aber seine Form und gewann glatt mit 3:0. Und Malte… wie das halt so ist in der Jugend: Man kann auch erstmal rumdümpeln und sich das Leben selbst schwer machen. „Anfüttern“ hatten wir ja schon mal thematisiert. Zack 0:2. Aber Malte wäre nicht Malte, könnte er sich nicht selbst aus der Schlinge ziehen. Nun voll konzentriert rief er alles aus dem Kadertraining ab. Es ging in den Fünften. Es war so spannendend, dass Marcel selbst beim eigenen Spiel aus der anderen Box immer wieder rübergeluschert hat. Und dann der erlösende Ball zum 12:10 – Malte gewinnt nervenstark nach 0:2 noch 3:2!

Marcel hätte sich hingegen vielleicht doch eher auf sein Spiel konzentrieren sollen. Vorher vom Team als „in Topform“ gepriesen, gab es einen Totalausfall. Die Fortschritte aus dem Training waren weg und Smurawski einfach zu konstant für die vielen vermeidbaren Fehler – ein klares 0:3.

Jörg wollte es besser machen. Wie so häufig erwähnt, klatschte die Rückhand immer wieder aus der Halbdistanz. Viele lange Ballwechsel sorgten für fünf Sätze mit maximal drei Punkten Unterschied. Im letzten Satz ging Jörg hoch in Führung, sein Gegner kam aber durch drei tötliche Kantenbälle etwas zu einfach wieder ran. Das 9:11 hätte auch genau so gut ein 11:9 werden können – wurds aber nicht und nach der ersten Runde lagen wir 2:7 zurück.


Langsam wurds eng und unser frisch gebackener Kapitän Seb wollte die Wende einleiten. Ersten gewonnen, Zweiten gewonnen… Obwohl 100 TTR Punkte weniger, präsentierte sich Seb prächtig. „Ganz schön flink isser“ konstantierte Porath nach einem weiteren Topspin aus der tiefen Vorhand nachdem Seb zuvor die Rückhand umlaufen hatte. Gegessen war hier aber noch gar nichts – Seb musste nachsitzen und in den Vierten. Wieder viel gerannt, wieder viel Risiko, wieder viel Ertrag. Die Beiden fanden sich in der Verlängerung wieder. Seb riskierte bei Matchball jeweils viel mit zwei schnellen Aufschlägen. Porath riskierte noch mehr und die Rückhand schlug zweimal ein. Beim dritten Mal erst ein Netzaufschlag und dann kurz mit Unterschnitt. Seb machte das Ding zu gewann 3:1. Sehr starke Leistung!

Marco dann hoch motiviert ins Match der Zweier. Ersten Satz mit guter Performance eingetütet, dann zwei knapp verloren. Im Vierten ging dann gar nichts mehr und Nguyen steigerte sich immens. Am Ende ein 1:3.

Malte durfte nach seinem Kraftakt nochmal ran. Der ersten Punkte so sauber und einfach, dass Moritz den Sieg schon mitzählte: „Malte nimmt ihn so auseinander.“ Nur hatte Malte im Spiel zuvor schon alles an Kraft gelassen und verlor überraschend klar mit 0:3.


Somit war die 3:9 Niederlage besiegelt. Aber alles halb so wild, immerhin wurde uns vor dem Spiel immer wieder gesagt, wie gut der ansässige Grieche doch ist. Die Vorfreude konnten auch die kalten Duschen nicht trüben. Das Essen aber schon. Mehr als enttäuscht von den Speisen und Service fassten wir unsere Leistungen am Tisch zusammen.